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Bilder verwenden – was ist erlaubt?

10. Februar 2014, 10:42 von Melanie Müller Thema Trends und Entwicklungen Tags

Ein Gerichtsurteil von letzter Woche hat für eine neue Verwirrungswelle bei Webseitenbetreibern gesorgt. Was ist denn nun erlaubt und was nicht? Welche Bilder kann ich gefahrlos verwenden und wann muss ich mit einer Abmahnung rechnen? Wir versuchen, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Nutzung fremder Bilder

Bei dem Urteil geht es konkret um die Plattform pixelio.de. Dabei handelt es sich um eine kostenlose Datenbank mit lizenzfreien Bildern. Das macht Pixelio verständlicherweise zu einer beliebten Quelle für Betreiber von Webseiten. Einzige Bedingung: Der Urheber des Bildes muss genannt werden. Dies kann weitgehend problemlos durch einen Vermerk unterhalb des Bildes oder am Seitenende erfolgen.

Falsch. Dem Gerichtsurteil geht die Abmahnung durch einen Fotografen voraus, der die Nennung seiner Urheberschaft an einem Bild als nicht erfüllt ansah, da bei Direktaufruf des Bilds á la www.beispielwebsite.de/beispielbild.jpg die Nennung des Urhebers nicht erfolgt und dies somit eine Verletzung des Urheberrechts darstellt.

Technisch unmöglich

Die Nennung des Urhebers bei Direktaufruf des Bildes ist allerdings so nicht möglich. Würde man den Namen des Urhebers direkt in das Bild einfügen, bräuchte man erweiterte Bildbearbeitungsrechte. Jede andere Möglichkeit wird durch die Nutzungsbedingungen von Pixelio ausgeschlossen.

Was tun?

Das bedeutet nun aber nicht, dass man als Webseitenbetreiber alle Stock-Fotos löschen muss, denn es ist nicht zu erwarten, dass Fotografen ab sofort über Webseitenbetreiber herfallen und eine Abmahnwelle die nächste jagt. Man kann auf andere Plattformen mit weniger strengen Regelungen zurückgreifen. Pixelio selbst ist nun in der Pflicht, die Nutzungsbedingungen anzupassen, was das Unternehmen auch in seiner Stellungnahme zu dem Thema ankündigt. Außerdem rät Pixelio ausdrücklich von der Nutzung der Bilder des abmahnenden Fotografen ab.

 

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