WeBlog

Interessante Themen rund um eCommerce, Marketing und mehr

Social Media Marketing – Fluch oder Segen?

Zunehmend wird Social Media Marketing (kurz: SMM) als Teil einer übergreifenden Marketing-Strategie betrachtet. Doch was muss man als Unternehmer beachten, damit die Kommunikation in den sozialen Netzwerken nicht aus dem Ruder läuft und man sich urplötzlich mit einem Shitstorm konfrontiert sieht? Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über Chancen und Risiken sozialer Medien für Unternehmen.

Konzept und Strategie

Allem voran steht die Festlegung einer Strategie und eines strategischen Konzeptes. Ein einfaches „Wir machen jetzt ‚mal etwas bei Facebook.“ reicht dabei nicht aus. Man sollte sich – übrigens genau wie bei allen anderen Marketing-Bemühungen – anfangs klar machen, welche Ziele man mit einer Aktivität in den sozialen Netzwerken erreichen möchte. Außerdem ist es wichtig, festzulegen wer für das Social Media Marketing verantwortlich ist, welches Budget im Unternehmen für diese Aktivitäten zur Verfügung steht und ob man seiner Zielgruppe mit einer Präsenz in den sozialen Netzwerken tatsächlich einen Mehrwert bieten kann.

Klasse statt Masse

Ist man sich über Ziel und Konzept der SMM-Bemühungen im Klaren, sollte man bei der Umsetzung beachten, dass es ganz besonders wichtig ist, beim Veröffentlichen von Beiträgen eine gewisse Regelmäßigkeit an den Tag zu legen. Dabei gilt aber nicht: Viel hilft viel. Eher sollte man sich an der Richtlinie „Qualität statt Quantität“ orientieren. Ob eine Meldung pro Monat ausreicht, ist fraglich. Allerdings sollten Unternehmen nicht mehrmals am Tag posten. Sicher passieren viele interessante Dinge in einem Unternehmen, doch häufig sind diese Dinge nur für Leute vom Fach wirklich interessant. Für alle anderen können mehrere Meldungen täglich leicht wie Spam wirken. Also schreiben Sie lieber nach dem Motto „Klasse statt Masse“.

Fans oder Follower gewinnen und behalten

Wie bekommen Sie nun Fans oder Follower? Zu Beginn setzen Sie natürlich auf Ihre realen Netzwerke, seien es die privaten oder die beruflichen Kontakte oder bereits bestehende Kundenbeziehungen, all diese Ihnen bekannten Personen können als Multiplikatoren wirken. Haben Sie nun einen Grundstamm Fans oder Follower aufgebaut, gilt folgende Regel: Veröffentlichen Sie mögens- und teilenswerte Inhalte. In sozialen Netzwerken geht es für Sie als Unternehmer nicht in erster Linie darum, Ihre Produkte zu verkaufen. Es geht vor allem darum, als reale Person aufzutreten und Ansprechpartner zu sein.

Die Nutzer sozialer Online-Netzwerke wollen unterhalten werden. Bieten Sie hochwertige Inhalte, von denen Ihre Fans einen Mehrwert haben. Fordern Sie Ihre Fans zur aktiven Kommunikation auf, stellen Sie Fragen oder animieren Sie Ihre Fans dazu, bestimmte Inhalte zu teilen. So werden Ihre Beiträge verbreitet und Ihr Unternehmen wird auch außerhalb Ihrer unmittelbaren Umgebung bekannt.

Ein Shitstorm bahnt sich an – Was ist zu tun?

Ein Shitstorm ist für jedes Unternehmen eine sehr unangenehme Angelegenheit, denn das Image kann nachhaltig geschädigt werden. Dies ist wohl einer der Gründe, warum immer noch viele Unternehmen davor zurückschrecken, in sozialen Online-Netzwerken aktiv zu werden. Doch wie kann man verhindern, dass ein solcher Shitstorm aus dem Ruder läuft und irreparabele Imageschäden verursacht?

Der beste Fall ist der, dass es gar nicht erst zu einem Shitstorm kommt. Gehen Sie auf die Anfragen Ihrer Kunden oder Fans ein. Denn auch im World Wide Web gilt: Der Kunde ist König. Wichtig ist dabei vor allem die Reaktionszeit. War es bei der Kommunikation via E-Mails noch in Ordnung, die Antwort erst am nächsten Tag zu senden, nimmt die Kommunikation über soziale Medien immer mehr den Platz der Face-to-Face- Kommunikation ein. Ihre Fans möchten eine schnelle Reaktion auf Ihre Fragen oder Beiträge haben und das sollten Sie auch beachten. Vor allem dann, wenn es sich bei einem Beitrag um negative Kritik handelt, die sich sehr schnell zu einem Shitstorm ausbreiten kann. Reagieren Sie schnell, nur so können Sie negative Beiträge schon im Keim ersticken. Auf keinen Fall sollten Sie Beiträge von Nutzern löschen, denn das macht es nicht besser. Gehen Sie auf die Anfragen Ihrer Fans ein, bleiben Sie dabei immer freundlich und zeigen Sie dem Nutzer Ihren guten Willen, indem Sie ihm entgegenkommen und einen Lösungsvorschlag anbieten.

Mithilfe von Social-Media-Analyse-Tools können Beiträge der Nutzer nach bestimmten Kriterien (Produkte, Lob oder Kritik am Unternehmen, usw.) herausgefiltert werden. So erhalten Sie als Unternehmer die Möglichkeit, noch gezielter auf die Anliegen Ihrer Fans einzugehen.

Fluch oder Segen?

Social Media Marketing ist vor allem Segen kann aber bei fehlender Strategie oder Konsequenz sehr schnell zum Fluch werden. Bevor Sie sich jetzt eine Facebook-Fanseite einrichten, überlegen Sie sich erst einmal, ob Sie überhaupt die (vordergründig zeitlichen) Kapazitäten für eine solche Aktivität haben. Wenn nicht, sollten Sie sich überlegen, wie Sie diese Zeitfenster schaffen können, denn mittlerweile ist es fast jedem Unternehmen zu empfehlen, in den sozialen Medien aktiv zu werden. Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert nicht nur im wirklichen Leben, sondern auch in der digitalen Welt. Immer mehr Menschen vernetzen sich, werden Sie ein Teil davon!

 

Wollen Sie in sozialen Netzwerken aktiv werden und wissen nicht genau, wie Sie am besten anfangen und welche Strategie Sie verfolgen sollen? Kontaktieren Sie uns und gemeinsam erarbeiten wir Ihre ganz persönliche Social Media Marketing-Strategie.

Schreibe einen Kommentar