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Online-Speicherdienst Mega startet

Am 20.01.2013 war es soweit. Der Megaupload-Nachfolger Mega des Wahl-Neuseeländers Kim Schmitz alias Kim Dotcom alias Dr. Kimble ging in die Startlöcher. Das Startdatum mutet wie ein Statement an, genau ein Jahr vorher wurde die Plattform Megaupload vom Netz genommen, denn Schmitz habe damit massenhaft Urheberrechtsverletzungen begangen oder zumindest gefördert.

Für seinen neuen Online-Speicherdienst soll der gebürtige Deutsche „eine Armee von IT-Anwälten“ zurate gezogen haben, um alles rechtlich abzusichern. Mit der neuen Daten-Plattform haben Nutzer jetzt einen kostenlosen Speicherplatz von 50 Gigabyte für private Inhalte zur Verfügung, andere Clouddienste wie die von Google oder Microsoft bieten lediglich zwei bis sieben Gigabyte. Mega funktioniert zwar nach eigenen Aussagen mit allen aktuellen Webbrowsern, um allerdings das volle Potenzial der Daten-Plattform ausschöpfen zu können, empfehlen die Macher die Nutzung von Google Chrome. Nutzer können auch über den neuen Speicherdienst Inhalte tauschen, der Unterschied zu Megaupload liegt allerdings darin, dass alle hochgeladenen Inhalte verschlüsselt sind, und zwar derart, dass nur der Nutzer selbst den Schlüssel kennt und so bestimmen kann, wer seine privaten Inhalte sehen und nutzen darf. Schmitz wiegt sich damit in Sicherheit und gibt alle Verantwortung an die Rechteinhaber der Inhalte ab, denn die dürften alle illegal hochgeladenen Inhalte entfernen. Aufgrund der Verschlüsselung können die Inhaber der Rechte allerdings nicht nachvollziehen, welche Inhalte hochgeladen wurden und in welchem Ausmaß diese getauscht werden.

Ein weiterer Haken des Online-Speicherdienstes Mega: Sollte er ähnlich erfolgreich wie sein Vorgänger sein, wird sich der Web-Traffic enorm erhöhen. Denn anders als bei Megaupload wird nicht nur eine Version des Inhalts gespeichert, sondern jeder einzelne Inhalte, auch wenn er dasselbe enthält. Kim Dotcom will die Server auf möglichst viele Länder verteilen (mit Ausnahme der USA) um mögliche Ausfälle abzufangen und zu verhindern. In Neuseeland hat Schmitz bereits die Genehmigung, seine Plattform zu betreiben. Ob der Betrieb auch in anderen Ländern genehmigt wird, prüfen jetzt zahlreiche Strafverfolger.

Und es bleibt weiterhin spannend rund um Kim Dotcom. Im März findet die Anhörung darüber statt, ob Schmitz in die USA ausgeliefert wird. Dem fünffachen Vater drohen dann immerhin 20 Jahre Haft.

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