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Online Bezahlen ohne PayPal?

22. September 2011, 17:32 von Steffi Hötzel Thema Allgemein, Trends und Entwicklungen Tags , , ,

Wenn es um Bezahldienstleister im E-Commerce geht, dann ist PayPal ohne Frage der Marktführer und genießt vor allem bei den Online-Einkäufern eine hohe Akzeptanz.  Aber genau diese unangefochtene Stellung scheint PayPal auch gern seinen eigenen Kunden, die Online-Shop-Berteiber, spüren lassen. Und so findet man immer wieder negative Erfahrungsberichte von Händlern, die PayPal als Zahlungsoption in ihrem Online-Shop integriert haben.

Doch wie sehen die Alternativen zu PayPal aus und gibt es sie überhaupt?

Mit dem Bezahldienst Amazon Payments („Bezahlen über Amazon“) steht seit Mai 2011 auch deutschen Online-Händlern eine Alternative zu PayPal zur Verfügung. Millionen von Amazon-Kunden können so, mit den in ihrem Amazon-Kundenkonto hinterlegten Informationen auch im Online-Shop anderer Anbieter kaufen. Kunden müssen somit keine Neuregistrierung für den Bezahlprozess bei einem Online-Shop ausführen, sofern sie ein Amazonkonto haben.  Und die Kunden bleiben während des gesamten Bezahlvorgangs auf den Shop-Seiten des Händlers.  Preislich unterscheidet sich Amazon Payments nicht von PayPal. Gebühren und Preisklassen wurden 1-zu-1 vom Konkurrenten übernommen.

Der kleine deutsche Bezahldienstleister iclear lockt seine Kunden mit vergleichsweise moderaten Provisions-Preisen. Der Händler versendet die Ware, sobald der Kunde bezahlt hat. Allerdings erfolgt die Weitergabe des Geldes an den Händler erst, wenn die Widerrufsfrist des Kunden verstrichen ist. So muss der Händler in der Regel etwa drei Wochen auf sein Geld warten. Für kleine Beträge ist dieses Treuhandsystem sicher ungeeignet. Händler, die Waren im drei- oder vierstelligen Eurobereich verkaufen, bekommen dafür aber eine zusätzliche Sicherheit.

Für den innerdeutschen Handel hat Sofortüberweisung.de ein unschlagbares Angebot. Als unabhängiger Dienstleister wickelt Sofortüberweisung.de bei allen Banken Online-Zahlungen ab und überweist den Betrag sofort an den Händler. Da Überweisungen sehr gut vor Betrug geschützt sind und auch eine Rückbuchung nicht vorgesehen ist, ist das Ausfallrisiko für Sofortüberweisung.de gering. Daher kann der Dienst den Händlern sehr günstigste Preise anbieten.

Geht es nach den Kunden, dann steht die bevorzugte Zahloption fest:  Rechnung. Das aktuelle E-Payment-Barometer ergab, dass 48% der Online-Shopper Kauf auf Rechnung nutzen, wenn es denn angeboten wird.  Seit 2010 gibt es in Deutschland eine Reihe von Dienstleistern, die es auch für Unternehmen interessant macht „Kauf auf Rechnung“ anzubieten. Als Spezialisten im Umgang mit Rechnungskauf im Internet übernimmt z.B. der Marktführer Klarna die Bearbeitung der Rechnungen und trägt das Risiko bei Zahlausfälle.

Fazit: PayPal ist und bleibt wohl auch noch eine Weile der Marktführer auf dem Gebiet der Online-Bezahldienstleister. Vor allem das Vertauen der Online-Shopper in ungebrochen. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht und es lohnt sich, sowohl für Händler als auch für Kunden alternative Anbieter unter die Lupe zu nehmen.

 

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