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Social Media – mehr als nur Facebook

10. November 2010, 09:00 von Jan Suchandt Thema Trends und Entwicklungen Tags ,

Der erste Film des Facebook-Erfinders läuft nun schon einige Wochen in den Kinos, Xing schaltet Werbung im Fernsehen um weitere geschäftsorientierte User zu finden und das Twitter-App gehört heute zum guten Ton auf jedem neuen Handy. All diese Fakten lassen erkennen, dass Social Media mittlerweile auch in Deutschland angekommen ist. Viele User vergessen dabei gern, dass Social Media mehr als nur Facebook oder StudiVZ ist.

Social Media zu definieren ist ein schwieriges Unterfangen, denn bisher existiert noch keine einheitliche Definition. Grundsätzlich kann man unter dem Begriff Social Media eine onlinebasierte Gruppe von Internet-Formaten und Technologien nennen, die es dem User ermöglichen eine Zwei-Wege-Kommunikation auszuführen, Inhalte zu erzeugen und zu veröffentlichen. Der Kerngedanke dabei ist die Vernetzung mit anderen Usern oder Usergroups. Resultat der Nutzung ist der sogenannte UCG – Usergenerated Content, also Inhalt der durch die Benutzer erstellt bzw. veröffentlicht wird.

Ausgehend von der Intension der unterschiedlichen Formate lässt sich Social Media in drei große Hauptgruppen unterteilen:

  1. Communicative Social Media
  2. Collaborative Social Media
  3. Social Multimedia

Die bekannteste Gruppe von Social Media ist Communicative Social Media mit den großen Vertretern Social Networks, Web-Blogs oder Mikroblogging (z.B. Twitter). Neben der Kommunikation, die solche Formate ermöglichen, ist die Selbstdarstellung der Nutzer ein wesentliches Merkmal.

Collaborative Social Media hingegen zielt auf eine effektive und schnelle Zusammenarbeit und der Informationsverteilung von Nutzern ab. Einer der bekanntesten Vertreter ist die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia. Auch Social Bookmark Plattformen wie Delicous oder Mister Wong oder Bewertungs- bzw. Auskunftsportale werden zu Collaborative Social Media gezählt.

Social Multimedia dient dem verteilen von multimedialen Inhalten. Diese Gruppe wird gern bei der Definition von Social Media vergessen. Der größte Vertreter war einer der Vorreiter im Web 2.0: Youtube. Dieser ermöglicht nicht nur das effektive Verteilen von Videos, sondern auch Vernetzung von Usern durch eigene Videokanäle oder einne Kommentarfunktion. Auch Fotoplattformen wie Flickr gehören zu dieser Gruppe.

Aber auch diese Kategorisierung der verschiedenen Vertreter umfasst nicht alle Formate von Social Media. So wird z.B. das mittlerweile etablierte Online-Gaming außen vorgelassen. Die eigentliche Intension des Computerspiels wird dabei mit den Kerngedanken von Social Media (Vernetzung und Selbstdarstellung) verbunden. Wenn man also von Begriff Social Media spricht, steckt meistens mehr dahinter als es den Anschein hat und den Begriff auf die größten Vertreter, z.B. Facebook zu begrenzen, ist schlichtweg untertrieben.

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